permalink

1

Wie jetzt? Die Flugangst lieben?! Tipp10

Wie jetzt die Flugangst lieben?!

Niemand ist perfekt. Was uns jedoch immer wieder daran hindert Erfolge einzustreichen ist die unnötig große Selbstkritik.
Selbstkritik ist grundsätzlich nichts Schlechtes. Doch wie so oft: Zu viel kehrt das Ganze ins Gegenteil um.

Viel hilft nicht immer viel! 🙂
Das ist quasi wie Salz in der Suppe. Es ist nötig, damit es nach was schmeckt und nicht wie eingeschlafene Füße. Doch zu viel Salz macht die Suppe ungenießbar.

Wenn Du also noch unter Flugangst leiden solltest, dann verdamme Dich nicht dafür. Du musst Dich auch nicht auspeitschen oder sonstwie dafür ablehnen. Es ist im Moment eben, wie es ist.

… und jetzt kommt die Herausforderung:
Liebe Dich dafür, dass Du dieses Angst-Gefühl (noch) hast. Nimm es in Liebe an. Und liebe dich auch dafür, dass Du diese Schwäche hast. Sei Dir aber auch gleichzeitig darüber im Klaren, dass Du die Stärke hast daran etwas zu ändern.

Nur in Liebe kannst Du nachhaltig etwas in Dir verändern. Wenn Du Dich ablehnst oder Dir etwas verbietest (die Angst z.B. verbieten ist ganz großes Kino … geht aber nach hinten los!), dann wirst Du Deine Flugangst nie los UND Du fühlst Dich auch noch außerhalb des Fliegens schlecht. Also doppelt blöd! 😉

Hast Du schonmal versucht ein Verhalten von Dir mit Zwang und Druck zu verändern?
Wenn ja, dann weißt Du schon ganz genau, wovon ich spreche… 🙂

Falls nicht, dann versuch ich es am Thema „Abnehmen“ näher zu erklären.

Beispiel:

Jemand möchte unbedingt abnehmen und hält auch eisern 3 – 4 Wochen durch.
Verbietet sich in dieser Zeit alle Süßigkeiten, alles was er/sie immer soooo gerne gegessen hat, achtet nur noch auf Kalorien, Fett und Kohlenhydrate und peitscht sich fast schon für den Gedanken an Leckereien innerlich aus. Hofft nur, dass diese Heißhungerphase schnell vorbei geht.

Doch je mehr derjenige versucht dagegen zu halten, um so größer wird der Druck.
Denn wo liegt der Fokus?
Genau auf alle Dinge, die er/sie NICHT darf.
Und da unser Gehirn erste einmal an die Sache denken muss, bevor es NICHT mehr dran denkt, schwirren ständig „Schokolade“, „Pommes“, „Sahnesoße“ und Co. im Kopf herum.

Alles wird schwer und es gibt zu diesem Zeitpunkt nichts auf der Welt was begehrenswerter ist, als dieses Stück Schokolade, die Pommes oder die Sahnesoße. Er / sie würde ALLES dafür tun, (sogar Barfuß vom München nach Hamburg laufen – im Winter!) um dieses Stück Schokolade etc. essen zu dürfen.

Das ist dann leider schon die erste Stufe auf dem Weg zum scheitern. Danach kommt die nächste und meist vorletzte Stufe.
Hier würde man NICHT mehr alles dafür tun. Statt dessen fängt man an, an sich zu zweifeln, sich für nicht fähig zu halten.

Man denkt, dass man einfach zu schwach oder zu machtlos ist und beginnt sich selbst doof zu finden. Die Selbstablehnung ist oft die Folge.
Durch Selbstablehnung entfernen wir uns sozusagen noch mehr von uns selbst und haben noch weniger Bezug zu unseren Bedürfnissen und verfallen noch mehr in diesen (scheinbar) machtlosen Gefühlszustand.

Und dann kommt der Tag, an dem wir einfach nicht mehr können. Wir geben auf und lassen es geschehen.

Und genau so ist es auch bei der Flugangst.
Wir versuchen die Flugangst zu unterdrücken, mit allen Mitteln!
Doch je mehr wir das versuchen, desto mehr kommt sie hoch.

Wie ein Tennisball, den wir versuchen unter Wasser zu drücken. Je tiefer wir ihn runter drücken wollen, desto mehr drückt er nach oben.

Wir finden uns dann doof, weil uns diese Angst im Nacken sitzt.
Fühlen uns als Weicheier und Versager, weil wir das alles nicht im Griff haben. Alle anderen schaffen das doch auch, nur wir wieder nicht. Typisch!

Das sind dann diese „Selbst-auspeitsch-Gedanken“, die wir meistens ganz schnell auf dem Schirm haben.

Aber Rettung naht! 🙂
Denn in beiden Fällen kannst Du wieder die Oberhand gewinnen, indem Du anfängst Dich zu lieben. Klingt erstmal schräg, aber lies weiter und probiere es aus. Du wirst staunen. 🙂

Liebe Dich dafür, dass Du diese Gefühle hast. Wenn Du Dich nicht direkt dafür lieben kannst, dann versuche es zunächst damit, dass es o.K. ist, dass diese Gefühle da sind.

Als nächsten Schritt kannst Du dann damit beginnen Dich dafür zu lieben, dass es eben gerade so ist.
Du kannst in Gedanken (oder auch laut mit Dir selbst) anfangen gut über Dich zu denken/sprechen.
Versuche einmal Dir selbst gut zuzureden und zu sagen, dass das vielen anderen auch so geht und Du deswegen trotzdem ein toller Mensch bist! Und dass Du ganz wundervoll bist! So wie Du einer guten Freundin / einem guten Freund gut zureden würdest, die ein wenig Selbstzweifel hat.

Wenn Du diese Selbstliebe in Dir spüren kannst, hast Du die Angst schon fast gezähmt.
Und etwas, das Du gezähmt hast, kannst Du lenken und führen. Du kannst diese Flugangst-Gedanken in eine für Dich positive Richtung führen.

Du kannst erreichen, dass DU Herr über Deine Gefühle bist. Und kannst die Flugangst in aller Liebe gehen lassen! … weiterziehen lassen.

Probier es einfach mal aus! 🙂

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.